Marktplatz Internet 2 – Safer Surfing III

Das Internet hält viele unschöne Überraschungen für dich bereit. Heute will ich auf ein paar Dinge eingehen, die richtig unschön werden können.

 

Cracks

Schon mal eine Demoversion von irgendeiner Software heruntergeladen und dann hat die Hälfte nicht funktioniert? Für das gibts im Internet Hilfe: Kleine Programme, die aus Demoversionen oder zeitlich begrenzten Vollversionen uneingeschränkte Vollversionen machen, finden sich in diversen Foren und Portalen problemlos. Abgesehen davon, dass die Veränderung eines Softwareprodukts illegal ist, bringen Cracks oft eine ordentliche Gefahr mit sich. In so einem Archiv, in dem der Crack drinnen ist, kommen öfter mehrere EXE-Dateien mit, die das Blaue vom Himmel versprechen. In Wirklichkeit sind es Viren, Würmer, Trojaner oder sogenannte Scareware.

Wenn ihr wirklich ein Spiel haben wollt, dann kauft es euch. Für Software gibt es beinahe zu jedem kommerziellen Programm eine Alternative, die frei und ohne Kosten verfügbar ist. Falls es aber schon zu spät ist und ihr schon so ein Programm drauf habt, dann hilft euch ein aktueller Virenscanner weiter.

 

Scareware

Euer Computer ist infiziert? Blödsinn. Das sind keine echten Zahlen – das ist nicht einmal euer eigener Arbeitsplatz.

Wie der Name schon sagt (Kunstwort aus engl. scare ‚erschrecken‘ und Software) soll diese Software euch “erschrecken” und euch dazu bewegen, bestimmte Dinge zu tun – meistens geht es darum Geld zu erpressen.

Ihr kennt das vielleicht. Ihr surft im Netz, und plötzlich taucht ein Fenster von eurem Arbeitsplatz auf und ein Fenster von einem Virenscanner, der zeigt, dass ihr hunderte von infizierten Dateien auf eurem Rechner habt. Gleichzeitig bietet euch das Fenster eine Antivirenlösung an, die anscheinend alle Viren von dem Rechner befreien soll.

Vor lauter Schreck ladet ihr die Datei vielleicht herunter und lasst den neuen “Virenscanner” seine Arbeit tun – der findet dann sogar noch mehr als der vorher. Zur Beseitigung müsst ihr allerdings die Vollversion kaufen, die dann dementsprechend Geld kostet.

Zuerst einmal: Keine Angst, euer Computer ist nicht infiziert – oder zumindest mit nichts gefährlichem. Euer Rechner hat nicht hunderte von infizierten Dateien, das will euch das Programm nur weismachen, damit ihr Geld für einen Virenscanner bezahlt, der genau gar nichts macht, sondern einfach die Warnungen deaktiviert. Also, das Programm wieder vom Rechner werfen, mit einem echten Antivirenscanner die Reste, die noch übrig sind endgültig entfernen. Und zahlt ja kein Geld für diese Software.

 

Faule Eier

Habt ihr schon einmal das Gefühl gehabt, euer Rechner verhält sich eigenartig, nachdem ihr ein völlig harmloses Programm heruntergeladen habt? Dann habt ihr euch womöglich ein faules Ei heruntergeladen – Kriminelle haben das Programm genommen, Spyware oder irgendwelche Würmer dazugepackt und dann das Installationsprogramm neu erstellt. Um das neue Programm jetzt zu verteilen, haben die Gauner dann eine neue Website erstellt, die der originalen Website gleichen oder zumindest sehr seriös aussehen – Wie man diese Website in den Suchergebnissen von Google ganz weit nach oben bringt ist dann nur noch ein kleiner Schritt.

Besonders gern werden solche Mogelpackungen von sehr bekannten Programmen wie Mozilla Firefox oder VLC Media Player angeboten. Die Gauner, die die Dinger anbieten, machen sich den Open-Source-Gedanken zunutze. Firefox oder VLC darf man herunterladen und völlig legal modifizieren – und selbst wieder anbieten. Leider ist da kaum etwas zu machen – deshalb noch einmal der Aufruf:

Benutzt für bekannt Programme immer entweder die offizielle Website oder ein Downloadportal, wie etwa das von heise.de. So könnt ihr euch sicher sein, dass das Programm, das ihr euch runterladen wollt, auch garantiert virenfrei ist.

 

Nächste Woche

Die “Zu schön, um wahr zu sein”-Regel: Faulige Gewinnspiele erkennen.

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